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Antiquariat alte historische Aktien
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![]() Consolidated Hydro-Electric Works of Upper Wuerttemberg (Bezirksverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke) 7% thirty-Year sinking Gold Bond, fällig 1956 |
Wenn ein Krieg verloren geht, dann bedeutet dies neben dem Leid der Bevölkerung auch eine ungeheure Kapitalvernichtung
der Wirtschaft. Deutschland verlor den Weltkrieg I und musste nun knebelnde Reparationskosten bezahlen. Für die Ankurbelung der
Wirtschaft war somit kein eigenes Geld im Lande aufzutreiben. Nachdem der Dawes-Plan die Reparationsforderungen der Sieger festlegte, konnten auch wieder das Deutsche Reich, die Städte, Kommunen und die Unternehmen den ausländischen Kapitalmarkt bedienen. Da der Bedarf gross war, kam es im Laufe der Zeit zu regelrechten Wettläufen zwischen Industrie und Staat. Dies war eine ungleiche Konkurrenz auf dem Geldmarkt, denn die Unternehmen mussten das Risiko selbst tragen, der Staat konnte es auf die Steuerzahler abwälzen. Deshalb wurde festgelegt, dass die Kreditaufnahmen der Wirtschaft dem "freien Spiel der Kräfte" gehorchen sollte, aber die unproduktive und übermässige Verschuldung des Staates verhindert werden sollte. Die Konsequenz daraus war, dass die Reichsbank forderte, dass ein Auslandskredit zu genehmigen sei. Hierzu sollte eine "Beratungsstelle" eingerichtet werden. |
![]() Potash Syndicate of Germany (Deutsches Kalisyndikat) Bestell-Nr.: D25e | ||||||||||||
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| Insgesamt wurden zwischen 1.1.1925 und 30.9.1926 Kreditwünsche von 1.7 Mrd. RM vorgelegt.Von diesen wurden 1.2 Mrd RM genehmigt. In der Zeit vom 1.1.1925 bis 30.9.1927 wurden insgesamt 2.2 Mrd RM beantragt und 1.6 Mrd. genehmigt. |
| Anleihe von | beantragt | befürwortet | aufgelegt | Für was wurden die Anleihen benutzt? | |
| Kommunalanleihen Städte aus Württemberg Heidelberg Lindau Berlin Köln München Düsseldorf Frankfurt a.M Duisburg Dresden Städte der Pfalz Leipzig Chemnitz Westfalen Staatliche Anleihen Bremen Bayern Oldenburg Anhalt Baden Hamburg Preussen Staatliche Unternehmen Sächsische Werke Rhein-Main-Donau AG Bez.Oberschw.E-Werke Berliner Elektrizitäts AG |
10 000 000 $ 1 500 000 $ 1 500 000 SFr 15 000 000 $ 15 000 000 $ 10 000 000 $ 6 000 000 $ 8 000 000 $ 4 300 000 $ 15 000 000 $ 5 000 000 $ 6 000 000 $ 6 780 000 $ 2 848 300 Pfd 15 000 000 $ 15 000 000 $ 6 000 000 $ 4 000 000 $ 56 800 000 SFr 5 000 000 $ 20 000 000 $ 15 000 000 $ 6 000 000 $ 5 000 000 $ 30 000 000 SFr |
8 400 000 $ 1 500 000 $ 1 200 000 GM 15 000 000 $ 10 000 000 $ 8 760 000 $ 1 775 000 $ 4 000 000 $ 3 000 000 $ 5 000 000 $ 3 800 000 $ 5 000 000 $ --- 835 000 Pfd 15 000 000 $ 15 000 000 $ 3 000 000 $ 2 000 000 $ 40 000 000 SFr 5 000 000 $ 20 000 000 15 000 000 $ 6 000 000 $ 5 000 000 $ 30 000 000 SFr |
8 400 000 $ 1 500 000 $ 1 200 000 GM 15 000 000 $ 10 000 000 $ 8 700 000 $ 1 750 000 $ 4 000 000 $ 3 000 000 $ 5 000 000 $ 3 800 000 $ 5 000 000 $ --- 835 000 Pfd 15 000 000 $ 15 000 000 $ 3 000 000 $ 2 000 000 $ 40 000 000 SFr 5 000 000 $ 20 000 000 $ 15 000 000 $ 6 000 000 $ 5 000 000 $ 30 000 000 SFr |
Elektrizität Gas Wasser Hafenanlagen Verkehrsmittel Industrie Urbarmachen von Böden ![]() Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk ![]() Konversionskasse für deutsche Auslandsschulden Bestell-Nr. D25b |
406 503 210 RM 87 763 000 RM 114 127 000 RM 229 032 000 RM 116 270 000 RM 50 700 000 RM 99 500 000 RM ![]() Ruhr Gas Corp. ![]() State of Württemberg Bestell-Nr.: D189c |
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| Die Beratungsstelle wurde im Oktober 1927 eingestellt. Der Grund war einfach: betrachtet man die Zahlen, dann wurde bei den Kommunen besonders viele Anträge auf Anleihen abgelehnt. Deshalb suchten diese einen Ausweg und unterliefen die Beratungsstelle. Ein Trick der angewendet wurde, war die Aufnahme eines langfristigen Inland-Kredites und die Einreichung eines kurzfristigen Auslandskredites bei der Beratungsstelle. War der kurzfristige Kredit fällig, wurde sofort ein neuer kurzfristiger beantragt (dieses Verfahren wird noch heute unter dem Begriff "Revolving-Finanzierung" durchgeführt). Anlass war die Plazierung einer einjährigen 2 Mio $ Anleihe durch die Stadt Chemnitz, obwohl die Beratungsstelle dieses Kredit nicht befürwortete. | ![]() Free State of Baveria |
Ein anderer Weg war einen Inlandskredit aufzunehmen und die betroffene Bank nahm dann einen Auslandskredit hierfür auf. Die Städte Cleve und Münster schienen das getan zu haben. Der dritte Weg bestand darin ein kommunales Versorgungsunternehmen in eine eigenständige AG umzuwandeln. Hierfür war dann keine Beratungsstelle erforderlich. Dies machte z.B. die BEWAG (Berliner Elektrizitätsges.) im Jahre 1927. Sie nahm nicht über die Stadt Berlin, sondern über die Städt. Gaswerke Berlin einen Auslandskredit von 3 Mio $ auf. Und schliesslich gab es auch noch den vierten Weg: Inlandsanleihen wurden ohne das Wissen des Schuldners direkt im Ausland plaziert (1928, Städte Karlsruhe und Köln plazieren direkt bei der Rheinischen Creditbank in den Niederlanden). |
![]() Pfund-Sterling Schuldverschreibung der Stadt Dresden fällig 1952, seit 1934 keine Zinsen mehr gezahlt. Abfindung in 1961-1969 der Coupons vom 1.1.1940-1.1.1945 durch Kreditanstalt für Wiederaufbau. Noch ausstehend ca. 300 000 Pfd. Sterling. Bestell-Nr.: D88a |
![]() US-Dollar Schuldverschreibung der Stadt Leipzig fällig 1947, seit 1934 keine Zinsen mehr gezahlt. Noch ausstehend ca. 3 Mio $ |
Die beiden sächsischen Städte Leipzig und Dresden haben auch 10 Jahre nach der Wiedervereinigung
ihre Auslandsbonds aus den 20er Jahren noch nicht zurückgezahlt. Der Grund liegt darin, dass die Bundesregierung
die im Londoner Schuldenabkommen vereinbarten Nachverhandlungen mit den Anleihegläubigerstaaten verzögert. 1953 trat am 13. September das "Abkommen über deutsche Auslandsschulden" in Kraft. Damit sollte die Bundesrepublik nach dem Kriege wieder kreditwürdig werden. ![]() Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft General Electric Company,Germany |
| Die Vor- und Nachkriegsschulden gegenüber dem Ausland wurden ab 1980 zurückgezahlt. hiervon waren aber nicht
die Schulden betroffen, die z.B. Länder oder Städte in der ehemaligen DDR noch hatten. Im Vertrag wurden die
Rückzahlung dieser Schulden auf die Zeit nach der deutschen Wiedervereinigung zurückgestellt. Seit 1999 versucht eine amerikanische Kanzlei die Tilgung und die Zinsen einzutreiben. Der Wert soll bei ca. 5.5 Milliarden EUR liegen. Keine Stadt kann das bezahlen ohne Pleite zu sein. Der Betrag dürfte aber tatsächlich wesentlich niedriger ausfallen, da viele Papiere verloren gegangen sind. (Ausführliche Information bei Nonvaleurs) |
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![]() State of Hamburg |
![]() Associated Municipilities of Baden Wurttemberg Bestell-Nr.: D25a |
![]() City of Frankfort-on-Main |
![]() State of Munich Bestell-Nr.: D465 |
![]() Aus der Finanzgeschichte der BRD (von Prof. Eckhardt Wanner) |
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