| 1864
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Main-Weser-Hütte,1871
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In der Main-Weser-Hütte wurde ein Kokshochofen in Betrieb gesetzt. Die dabei
gewonnenen Erfahrungen veranlassten das Unternehmen von Holzkohle auf Koks
umzusteigen. Es wurde dabei ein Standort gesucht, der Erzgruben und Eisenbahn in
der Nähe hatte.
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| 1870
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Sophienhütte,1873
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In der Nähe von Wetzlar baute Buderus schon seit Jahrzehnten Eisenerz ab und Wetzlar
hatte einen guten Eisenbahnanschluss durch die Bahnlinien Köln-Frankfurt und
Koblenz-Kassel. Die neue "Sophienhütte" wurde in Wetzlar zwischen den beiden
Eisenbahnlinien gebaut.
Der erste Hochofen wurde 1872, der zweite 1873 gebaut.
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| 1884
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Buderus wird AG.
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| 1889
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Buderus erzeugte einem dem englischen Roheisen ebenbürdige Qualität
und verdrängte damit das englische Roheisen vom deutschen Markt.
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| 1890
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Main-Weser-Hütte,1900
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Die Hüttenwerke der Konkurrenz an Rhein und Ruhr erzeugten kostengünstigeres
Roheisen, als die Buderus Werke an der Lahn. Aufgrund des grossen Preisdruckes
musste die Main-Weser-Hütte verkauft werden.
Durch die einseitige Ausrichtung auf konjunkturempfindliche Erzeugung von Roheisen
rutschte Buderus 1896 in eine Krise. Die "Mitteldeutsche Creditbank" gab deshalb ein
Darlehen von 3.5 Mio RM.
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| 1899
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Gründeraktie,1884
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1885 wurde mit Eduard Kaiser das erste familienfremde Vorstandsmitglied berufen.
Das letzte Familienmitglied schied aus dem Vorstand 1896 aus.
1899 wurden die Aktien an der Börse plaziert.
Durch mehrmalige Kapitalherabsetzungen betrug das Grundkapital 1899 nur noch 6 Mio RM.
Am 8. April platzierten die Banken die Buderus-Aktie an der Berliner Börse und 4 Tage
später an der Frankfurter Börse.
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| 1901
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Röhrengiesserei,1925
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Um nicht nur vom Roheisen abängig zu sein, wurde 1899 ein Zementwerk in
Betrieb gesetzt. 1900 erfolgte die erste Kapitalerhöhung um 1.5 Mio RM zur Finanzierung einer
Röhrengiesserei in Wetzlar..
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| 1905
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Rundkessel, gefertigt in der Main-Weser-Hütte,1900
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Die Main-Weser-Hütte wurde 1905 zurückgekauft. Die Hütte produzierte seit 1898 spezielle
Heizkessel und Radiatoren.
Auch in späteren Jahren hatte die Verarbeitung des Roheisens ein eigener
Regie hohe Priorität.
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| 1911
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Bei Buderus werden zunehmend Teile für Zentralheizungen hergestellt.
Deshalb wird die Werkshandelsgesellschaft "Buderus`sche Handelsgesellschaft mbH"
gegründet.
Damit keine Abhängigkeit beim Bezug von Steinkohle und Koks entstehen
konnte, fusionierte Buderus mit der "Bergbau AG Massen". Hierfür wurde das Grundkapital
22 Mio RM erhöht.
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| 1915
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In der Sophienhütte werden zwei Siemens-Martin-Öfen in Betrieb gesetzt - 1917 folgt
ein elektrischer Induktionsschmelzofen zur Edelstahlproduktion
(Typ Röchling-Rodenhauser).
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| 1919
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Zur Abwehr einer drohenden feindlichen Übernahme wurde das Grundkapital um
4 Mio RM durch Ausgabe von
Vorzugsaktien mit 5-fachem Stimmrecht erhöht.
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| 1947
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Nach der Währungsreform plante die Regierung von Hessen eine Sozialisierung
des Buderus Unternehmens.
Deshalb wurden die Erzgruben, die Hochöfen und die Kraftwerke von Buderus
abgetrennt und einem
Treuhänder unterstellt.
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| 1954
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Buderus und das Bundesland Hessen schlossen einen Vertrag über die
Sozialisierung. Das Grundkapital der "Hessischen Berg- und Hüttenwerke" (Berghütte)
wurde auf 15 Mill DM erhöht - Buderus erhielt hiervon eine Sperrminorität
von 26 %.
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| 1955
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Buderus übernimmt die "Kraus-Maffei" aus München
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| 1956
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Flick übernimmt die Aktienmehrheit von Buderus
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| 1958
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Buderus konzentriert sich auf die Weiterverarbeitung von Stahl und
übernimmt hierzu die "Burger Eisenwerke AG". Dieses Unternehmen stellte
Heiz- und Kochgeräte unter dem Markennamen "Juno" her.
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| 1965
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Hochofenwerk "Berghütte", Wetzlar, 1965
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Buderus übernimmt die "Wetzlarer Eisen- und Stahlindustrie". Flick integriert die
Buderus komplett in seinen Konzern. Im gleichen Jahr werden die "Röchling-Werke"
zu 50 % übernommen und heissen nun "Edelstahlwerke Buderus".
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| 1981
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Bei Buderus wird der letzte Hochofen stillgelegt.
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| 1987
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Flick vereinigt die Industriebereiche in der "Feldmühle AG". Diese
wurde die Muttergesellschaft der Buderus. Buderus wurde eine reine
Finanz-Holding.
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| 1992
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Das Stammkapital wurde auf 126.875.000 DM erhöht. Damit wurde der freie
Handel von 20% der Aktien verbunden.
Buderus wurde an die "Metallgesellschaft" verkauft. Hierfür übernahm eine Tochter der
"Metallgesellschaft" alle Nicht-Papier-Aktivitäten der "Feldmühle Nobel AG".
Der Nominalwert der Buderus-Aktie wird von 100 DM auf 50 DM umgestellt.
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| 1994
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Die Metallgesellschaft (mehr Infos hier )
geriet in beträchtliche finanzielle
Schieflage durch Ölspekulationen. Die Gesellschaft trennte sich deshalb
von ihrer Beteiligung an der "Buderus AG" in Höhe von 79,9%.
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| 1999
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Die Umstellung von DM auf € wurde beschlossen und die Stückaktie eingeführt.
Ausserdem erfolgte ein Aktiensplit 1:26.
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| 2003
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Buderus gehört nun zu "Bosch". Die Aktionäre erhielten ein Übernahmeangebot
von 29,13 € pro Aktie.
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