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Enron - Verbrechen an den Pensionären
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| Enron besass über 2.500 verschiedene Firmen, ein kaum zu durchschauendes Netzwerk.
Mit 27 Milliarden $ standen diese teilweise im Minus. Viele Pensionskassen hatten
in Enron investiert - und verloren die Pensionen ihrer Mitglieder. Hier einige Hauptpunkte für den Aufstieg und Fall von Enron: - 1973: Die "Organization of Petroleum Exporting Countries" (OPEC) hebt den Ölpreis kräftig nach Oben - 7. Juni 1984: Ken Lay wird Chef der "Houston Natural Gas" - 3. Mai 1985: "Houston Natural Gas" + "Internorth"(Gaspipelines) werden "ENRON"; $2.3Milliarden; - 3. Mai 1985: durch die Fusion wird Enron fast Bankrott - 18. November 1985: Ken Lay wird neuer Chef de fusionierten Unternehmens - 1988: Enron`s Louis J. Borget und Thomas N. Mastroeni, sollen $142 Millionen beiseite geschafft haben. - 1988: George W. Bush übt Druck auf Argentinien aus Enron's Angebot für Gas Pipeline zu akzeptieren. - 1989: Der neu gewählte argentinische Präsident Carlos Menem akzeptiert Enron`s Angebot - 1991: World Bank zwingt Indien seinen Ölsektor für ausländische Investitionen zu öffnen. - 1992: Enron und Indien unterzeichnen Absichtserklärung für das Dabhol Kraftwerk (30 Milliarden $) - 1993: World Bank erklärt Enron's Dabhol Project für nicht finanzierbar - 1993: grosse Enron Aktivitäten in Guatemala, Venezuela, Philippienen, Trinidat, Tobago - 1994: Weltbank stellt Gelder für Privatisierung von Gasfeldern in Mosambique bereit. Enron erhält Hauptteil - 1995: Enron erhält 50% Anteil an dominikanischem Kraftwerk; Finanzierung über Weltbank - 1996: Weltbank finanziert größtes Pipelineprojekt in Bolivien; Enron erhält 50% - 1996: Weltbank finanziert weltweit Pipelines und Kraftwerke;Enron erhält meist Anteil von 50%(!!) - 1997: Enron möchte in Vietnam aktiv werden;daraufhin bebedet US-Regierung die Wirtschaftsblockade - 1998: Inter-American Development Bank(IDB) gibt $375 Millionen für Enron's Pipeline System in Argentinien. - 25. Juli 1998: im Wasser liegt die Zukunft; Enron steigt für 2.24 Milliarden $ bei Wessex Water(UK) ein - 21. Mai 1999: Enron will mit dem Handel von Kapazitäten ihrer GLAsfaser-Breitbandleitungen Geld machen - 12. Juni 2000: Enron goes global als "New Economy" Spieler mit "Enron Net Works" und "Enron Online" - 14. Dezember 2000: Jeff Skilling wird neuer Finanzchef von Enron - 20. Mai 2001: Enron zieht sich aus Indien wegen nicht bezahlter Rechnungen zurück - 14. August 2001: Jeffrey Skilling tritt zurück - 28. August 2001: Greg Whalley wird Nachfolger von Skilling - 16. Oktober 2001: Enron meldet einen Verlust von 1 Milliarde $ - 22. Oktober 2001: DIe US-Behörde SEC verlangt Details über den Verlust - 25. Oktober 2001: Andrew Fastow (Finanzchef) wird entlassen wegen Fall der Enron-Aktie - 1. November 2001: Kredit von JP Morgan Chase,Citigroup und Salomon Smith Barney für 1 Milliarde $. - 9. November 2001: Konkurrent "Dynegy" will Enron für 8 Milliarden $ - 11. November 2001: Enron untersucht intern selbst das Finanzdesaster - 1. Dezember 2001: Enron entlässt 1000 Mitarbeiter in London - 2. Dezember 2001: Konkurs;verklagt "Dynegy" über $10 Milliarden,weil dieser Enron doch nicht kauft. - 3. Dezember 2001: 4.000 US-Mitarbeiter werden entlassen - 9. Dezember 2001: Ein Bundesgericht klagt 29 Enron Manager an - 12. Dezember 2001: J.P.Morgan Chase verklagt Enron über 2.1 Milliarden $ - 12. Dezember 2001: Andersen gesteht Fehler in der Buchhaltung bei Enron ein - 11. Januar 2002: UBS (Schweiz) soll den Energiehandel der Enron übernehmen - 15. Januar 2002: Andersen gesteht ein, dass seine Firma Enron-Unterlagen vernichten ließ - 23. Januar 2002: Kenneth Lay tritt als Chef von Enron zurück - 29. Janaur 2002: ein Konkursverwalter soll retten was noch zu retten ist - 1. Februar 2002: es zeigt sich, daß die Bush-Administration in den Enron-Fall verwickelt ist - 10. Februar 2002: Kenneth Lay verweigert die Aussage im Untersuchungsausschuss des Kongresses |
| Enron produzierte nicht nur virtuelle Gewinne, sondern war auch eine virtuelle Firma.
Mit Buchungstricks, Geschäfte außerhalb der Bücher, Mitarbeiter und Berater wurden unter Druck
gesetzt den Mund zu halten - Mit diesen Praktiken stand die Firma nach Außen hin gut da.
So wurden Einnahmen, die erst in 10 Jahren fällig wurden, sofort komplett als Einnahmen
gebucht. Schulden wurden in Firmen geschoben, die extra für diesen Zweck gegründet wurden.
Enron benutzte eine agressive Steuervermeidungs-Strategie. So musste die Firma nur einmal
- 1997 - 17 Millionen $ Steuer zahlen. Für manche ging es aber noch gut aus: so für Andersen; sein ursprünglicher Schuldspruch wurde gekippt, weil die Jury "nicht richtig aufgeklärt war" Und die Verlierer waren Mitarbeiter, deren Renten an den Aktienkurs ihrer Firma gekoppelt war. Der Kurs sackte von 100$ auf praktisch nichts. Die US Citigroup spekulierte noch emsig mit Aktien und Anleihen von Enron, auch kurz bevor dieser 2001 zusammenbrach. Die Citigroup wurde deshalb verklagt. Nun ist sie bereit den Geschädigten 2 Milliarden $ zu zahlen. Der Grund für das Nachgeben der Citigroup war das Überschreiten der selbst festgelegten Kreditobergrenzen für Enron um das Vierfache. Damit wurden Enron weitere Bilanzfälschungen erst ermöglicht. Aber auich J.P.Morgan ist bereit 2 Milliarden $ zu zahlen. Noxh zahlen müssen wahrscheinlich. Merrill Lynch, Credit Suisse First Boston, Barclays, Royal Bank of Scotland und Goldman Sachs. |
| Wie die US-Regierung und die Weltbank das Unternehmen "ENRON" finanzierten | |
| 1992 | Bolivien: Die "Weltbank" finanziert eine Machbarkeitsstudie zur Privatisierung des
bolivianischen Gasnetzes. Argentinien: die OPIC stellt für die nächsten 4 Jahre jährlich $24-62 Millionen Versicherungsprämie für Enron's Pipelinesystem in Argentinien bereit. Indien: Enron`s größte Schlappe bahnt sich an. Enron unterzeichnet eine Absichtserklärung für das Dabhol Kraftwerk in Indien mit einem Wert von über $30 Milliarden. |
| 1993 | Guatemala: Puerto Quetzal Power Co. geht in Betrieb. Hier ist Enron mit 50% beteiligt. Philippinen: Enron ist Eigentümer und auch Betreiber der Batangas und Subic Bay Kraftwerke. Die OPIC stellt $30 Millionen hierfür bereit. Trinidad und Tobago: OPIC stellt $100 Millionen für Versicherung der Öl- und Gasexploration bereit. Enron gehören 95% der Felder. Venezuela: die U.S. Export-Import Bank (Ex-Im), COFACE (Frankreich) und SACE (Italien) stellen einen $290 Millionen Kredit zur Verfügung um Gasfelder zu erschliessen. Die Explorationsfirma gehört zu 50% Enron. |
| 1994 | Dominikanische Republik: Weltbank und U.S. Maritime Administration (MARAD) stellen einen $200
Millionen Kredit zum Bau eines KW bereit. Kolumbien: Die Weltbank stellt einen $30 Millionen Kredit bereit, damit Enron das Gaspipeline Projekt "Promigas" verwirklicht. Indien: die U.S. Overseas Private Investment Corporation (OPIC) und Ex-Im stellen einen Kredit von $600 Millionen bereit für das Dabhol Projekt. Auch belgische, japanische und indische Banken stellen zusätzliche Mittel bereit. Mozambique: Die Weltbank stellt Geld zur Privatisierung der Gasfelder bereit. Enron erhält den gesamten Auftrag und plant eine Pipeline nach Südafrika. Auch hierfür soll Enron Geld erhalten. Philippinen: OPIC und die Asian Development Bank stellen einen Kredit von $76 Millionen zum Bau des Batangas KW bereit. Türkei: OPIC gewährt einen $295 Millionen Kredit für ein KW bei dem Enron einen 50% Anteil besitzt. |
| 1995 | Dominikanische Republik: Die Weltbank finanziert ein KW. Enron erhält 50% Anteil. Nigeria: General Sani Abacha erhängt Ken Saro Wiwa und andere 8 Mitarbeiter einer Ölfirma. Darauf zieht sich die Weltbank aus Nigeria zurück. Türkei: Ex-Im stellt einen $251 Millionen Kredit für ein KW bereit. Enron gehören 50% des KW. |
| 1996 | Argentinien: Enron und die Chinese National Petroleum Corporation (CNPC) übernehmen im
Süden ein Gaspipeline Projekt. Bolivien: Die Weltbank genehmigt die bisher größte bolivianische Investition, eine Pipeline nach Brasilien. Enron ist der größte Eigner am Projekt. China: die Weltbank stellt eine Garantie für ein Enron KW Kolumbien: für das "Promigas"-Projekt stellt die Weltbank weitere $35 Millionen bereit. Dominikanische Republik: MARAD gewährt eine Garantie für Enron-Projekte Guatemala: die Weltbank erhöht die Garantie für das Puerto Quetzal Power Projekt. Indien: die OPIC gibt Garantien für Enron`s Gas- und Ölexplorationen. Zum ersten Male gibt es grössere Demonstrationen gegen das Dabhol Projekt. Das KW-Konsortium geht massiv gegen die Demonstranten - meist Frauen - vor. Panama: Die Export-Import Bank erhöht die Garantien für die Finanzierung von Gasturbinen des Bahia las Minas KW. Das KW gehört Enron. Usbekistan: OPIC stellt $400 Millionen zur Erschliessung der Gasfelder durch Enron bereit. Die Erschliessung verläuft ergebnislos. USA: in Kalifornien wird eines der wichtigsten Gesetze beschlossen - die Deregulierung des Strommarktes. |
| 1997 | Brasilien: der brasilianische Energiemarkt wird für ausländische Investoren geöffnet.
Die Gaspipeline von Bolivien nach Brasilien erhält einen weiteren Kredit von $1 Milliarde. Gaza: Die OPIC und die Weltbank stellen Enron einen Kredit von $37 Millionen zum Bau eines KW bereit. Indonesien: das von Enron gebaute Gas-KW in Java erhält von der Weltbank eine Garantie. Nicaragua: MARAD stellt für das von Enron gebaute KW eine Garantie bereit. Vietnam: Enron verlangt vom US-Kongress die Aufhebung des Embargos. Einige Monate spätere hebt die US-Regierung das Embargo auf. Daraufhin gewährt die U.S. Trade and Development Agency (TDA) der Enron einen Kredit von $400.000 um eine Machbarkeitsstudie für KW zu erstellen. |
| 1998 | Argentinien: die Inter-American Development Bank (IDB)gewährt Enron einen Kredit von $375
Millionen für ein Pipeline Projekt. Brasilien: die OPIC gibt Enron $400 Millionen für Sao Paulo`s Elektro Projekt. Dominikanische Republik: Die Weltbank genehmigt Kredite zur Privatisierung des Strommarktes. Panama: die International Finance Corporation (IFC) führt die Privatisierung des Energiesektors an und Enron kauft daraufhin 51% des grössten zentralamerikanischen Kraftwerkes Bahias Las Minas. Philippinen: OPIC gibt Enron $16 Millionen für das Subic Bay KW. Venezuela: OPIC stellt für ein Gasprojekt $400 Millionen bereit, daran ist Enron mit 50% beteiligt. |
| 1999 | Dominikanische Republik: Enron und andere Firmen drängen mit Gewalt in den Strommarkt.
Daraufhin schießen die Strompreise nach oben, gefolgt von Stromabschaltungen. Bei
Demonstrationen werden 8 Menschen erschossen. Panama: Die Multilateral Investment Guarantee Agency (MIGA) der Weltbank gibt eine Garantie für Enrons`s Bahia las Minas KW. Anstatt die Strompreise zu senken, erfolgt ein Anstieg um ca. 15%. Einwohner weigern sich die Gebühren zu bezahlen. Nicaragua: Das Enron KW geht ans Netz, hat jedoch Probleme mit dem Staat. Die US-Regierung interveniert und stellt Enron einen weiteren Kredit zur Verfügung. Nigeris: Enron plant ein Gas-KW in Lagos mit OPIC Finanzierung. Zum ersten Male weigert sich die Weltbank die zu vorteilhaften Bedingungen für Enron zu genehmigen. Kolumbien: Mit Hilfe von Enron und der US-Regierung (Texas Gov. George Bush) soll der ÖL- und Gasmarkt privatisiert werden. Später kommt dabei heraus, dass einige kolumbianische Parlamentarier bestochen wurden. |
| 2000 | Dominikanische Republik: Die Weltbank zwingt die Regierung den Strommarkt weiter zu
Privatisieren um auch zukünftig Gelder zu erhalten. Damit kann Enron weiter KW bauen. Nigeria: Die nigerianische Regierung will ein von Enron gebautes KW finanziell unterstützen, damit es endlich fertig wird. Venezuela: Ex-Im gewährt $65 Millionen für eine durch Enron (50%) durchgeführte Gasexploration. Vietnam: Enron erhält weitere $92.000 für eine Machbarkeitsstudie für ein KW |
| 2001 | Nigeria: Enron muss seine Anteile am Lagos KW an die Regierung verkaufen, nach dem das
Unternehmen wegen Fälschungen in den Kaufverträgen angeprangert wurde. Panama: World Bank's MIGA stellt einen weiteren Kredit für das Enron-KW Bahia las Minas bereit. Dominikanische Republik: Die Regierung untersucht ob Enron eine Mitschuld an den Stromausfällen 1998 hat. Die US-Regierung wendet Druck an, um ein Verfahren niederzuschlagen. Bei der Untersuchung kommt heraus, dass die Staatsanteile an den KW für $1 Milliarde zu niedrig verkauft wurden. Die Firma Arthur Andersen hatte den Wert so niedrig angesetzt. USA: In Kalifornien bricht die Stromversorgung mehrmals total zusammen. Untersuchungen zeigen, dass die KW-Betreiber den Strom künstlich verknappten um den Strompreis dann um 266% erhöhen zu können. Und so weiter und so weiter und so weiter! Die mir bekannten $-Kredite für Enron belaufen sich über die Jahre auf ca $5 Milliarden. Da kann man schon ordentlich was beiseite schaffen und Regierungsmitglieder bestechen! |
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