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Mittenwaldbahn - Bahnerschließung für Österreich


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Maria-Theresienstr. in Innsbruck
Sitz der Gesellschaft
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25 % der Kurgäste reisen mit der Bahn nach Mittenwald
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Vorbergviadukt
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Jubiläum am 13.10.2002
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Bestell-Nr.: A6
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Bahnen und Strassen durch das Gebirge zu bauen war immer schon hohe Ingenieurkunst.
Garmisch hatte bereits 1889 einen Bahnanschluß von München her, Innsbruck ebenfalls einen nach München - aber eine Verbindung Garmisch-Innsbruck die gab es noch nicht.
Im bayerisch-österreichischen Staatsvertrag wurde am 22.11.1904 der Bahnbau zwischen Innsbruck und Garmisch geregelt.
Am 1.7.1910 begannen die Bauarbeiten und hierfür wurde die "Mittenwaldbahn AG" gegründet.
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Die geschätzten Baukosten betrugen 25 Millionen Kronen. Am 1. Juli 1912 fuhr die erste Dampf-Bahn. Die erste elektrische Bahn fuhr ab 4.3.1913.
Die Bahn musste einen Höhenunterschied von 604 m bewältigen, umfasste 16 Tunnel mit einer Gesamtlänge von 4.411 m.
Ein besonders schwieriger Bahnabschnitt war der an der steil ins Inntal abfallenden Martinswand. Auch die Schlucht des Schloßberggrabens war schwer zu überqueren.
Von Beginn an wurde die Strecke für Elektrozüge ausgelegt. Die Gefahr, die Passagiere könnten durch die Rauchschwaden in den zahlreichen Tunneln ersticken, war gross.
Tirol und die bayerischen Alpen benötigten eine bessere Verkehrsanbindung um Touristen in die Dörfer zu bringen. Die Landwirtschaft war in den Bergen nicht sehr erfolgreich und Industrie war kaum vorhanden. Deshalb war Touristik die Lösung.
1904 kamen 720.000 Touristen und 1910 bereits 1 Million nach Tirol. Und die brauchten eine schnelle und sichere Anreise - eben die Eisenbahn.
Die Besucher konnten zwar im Sommer per Bus von Garmisch nach Leermoos oder Scharnitz anreisen, aber die Transportkapazität war sehr begrenzt. Eine neue Bahnstrecke zwischen Innsbruck und München bot deshalb viele Vorteile:
- Direkte Verbindung München-Innsbruck
- Nach Augsburg würde sich die Entfernung um 61 km verringern, da nicht mehr über Kufstein gefahren werden müsste
- Das "Außerfern"-Gebiet in Tirol würde angeschlossen werden.
- Es würde einen Anschluß an die verbindung Kempten-Pfronten-Reutte geben
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Der österreichissche Staat gab einen Kredit von 6 Millionen Kronen, die Stadt Innsbruck 250.000 Kronen, der Rest kam durch Banken.
Obwohl mit Dampfloks begonnen, war das Ziel die Elektrifizierung der Strecke. Hierfür baute die AEG eigens ein Kraftwerk auf österreichischer Seite, das mit zwei 4.000 PS Maschinen arbeitete. Auf bayerischer Seite sollte der Strom vom noch zu bauenden Walchenseekraftwerk kommen. Dieses wurde 1924 fertiggestellt und lieferte Strom ab 1926.
Insgesamt 9 E-Loks mit 800 PS-Maschinen wurden gekauft. Eine dieser Loks konnte 120 Tonnen ziehen bei einer Geschwindigkeit von 30 km/h.
Die Mittenwaldbahn wurde von den Amerikanern als strategisch wertvoll betrachtet und während des Weltkrieges II sechs mal bombardiert. Der Gurglbachviadukt wurde dabei nur leicht beschädigt, das Dorf Reith bei Seefeld aber fast vollständig zerstört. Nach dem Kriege verbot die amerikanische Besatzungsmacht den Bahnbetrieb. Erst 1950 wurde der Betrieb wieder aufgenommen.
Mit den Olympischen Spielen 1964 in Seefeld wurde die Bahn modernisiert. Die Bahnhöfe wurden mit elektrischen Stellsignalen und neuen Stellwerken ausgestattet und der Bahnhof Seefeld erhielt ein neues Bahnhofsgebäude.
1913 betrug die Fahrzeit Innsbruck-Seefeld 1 Stunde und 25 Minuten. 1918 dauerte es 10 Minuten länger (Verknappung der Kohlen oder des Stromes?). Heute beträgt die Fahrzeit 51 Minuten.
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Gleisübersicht.
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Lok 1060 in 1912
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1930, Lok 108 über der Schloßbachklamm
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1912, in der Martinswand
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1933, Schutzgalerie in der Martinswand
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1912, die bayerischen und österreichischen Bautrupps treffen sich
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Bauarbeiten an der Strecke
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Baracke der Bauleitung
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An der Schloßbachklamm
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Das AEG-Kraftwerk im Museum
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Ingenieur Riehl, der Initiator und Architekt der Mittenwaldbahn
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Lastenaufzug
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Brand einer Baubaracke
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Streckenführung
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Streckenbrücke am Hochzirl
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Auch Bauarbeiter haben Hunger; Wirtschaftsbaracke
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