

Heinz Nixdorf - Manager des Jahres 1972
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Bestell-Nr.: dm202f
Preisliste
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Zusammen mit einigen anderen Firmen wie Kienzle oder Philips schuf Nixdorf
Mitte der 1960er-Jahre Computer für den kaufmännisch/ administrativen Bereich.
Bürocomputer im mittleren Leistungsbereich - z.B. Nixdorf-System 820 - wurden unter
dem Begriff »Mittlere Datentechnik« als hauptsächlich deutscher Weg der Datentechnik
bekannt.
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Ein paar von diesen "Maschinen weltweit", so schätzte Thomas J. Watson im
Jahre 1943 den Bedarf an Computern. Aber die Anwendungen gingen schon bald
über die ersten militärischen Anwendungszwecke des Kalkulierens von
Tabellenwerken und die Berechnung von Geschossbahnen hinaus.
Wissenschaftliche Aufgabenstellungen, statistische und kommerzielle
Anwendungen kamen hinzu.
Eckert und Mauchly, die Erbauer des ENIAC, brachten 1951 bei Remington Rand
die UNIVAC I heraus, den ersten in Serie hergestellten "Computer". Das U.S.
Finanzministerium ersetzte damit die bisherigen Lochkarten.
1954 zeigte das Beispiel des LEO in Großbritannien, dass Computer bei der
Automatisierung von Büroarbeit sinnvoll eingesetzt werden konnten.
In Deutschland lieferte zur gleichen Zeit die Zuse KG den Relaisrechner Z5 an
die Optischen Werke Leitz in Wetzlar aus.
Ende der 1950 waren weltweit etwa 8.000 Computersysteme installiert. Es gab
noch eine Vielfalt von Unternehmen, die Computer aller Leistungsklassen
produzierten. Mit der Einführung des IBM-Systems/360 setzte IBM einen
Standard, der praktisch konkurenzlos war. Nur in Marktnischen überlebten
Firmen mit speziellen Computeranwendungen.
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Nixdorf stellte zusätzlich zur Hardware bedarfsgerechte Software und
EDV-Schulungen bereit. Diese "Rundumdienstleistung" sicherte der Firma einen
Wettbewerbsvorsprung besonders bei mittelständischen Firmen ohne eigene
EDV-Abteilung. Nixdorf war Ende der 1970er-Jahre bei mittleren EDV-Systemen
Marktführer auf dem deutschen Markt und stieg in Europa zum viertgrößten
Computerkonzern auf.
Heinz Nixdorf gründte 1952 ein Labor für Impulstechnik in Essen. Mit einer
Idee zum Bau eines Elektronenrechners, gewann er das
Energieversorgungsunternehmen RWE in Essen als ersten Kunden. Dieses stellte
Nixdorf einen Arbeitsraum und einen Vorschuss in Höhe von 30.000 DM zur
Verfügung. Das junge Unternehmen entwickelte sich schnell zum Zulieferer
elektronischer Rechenwerke für bedeutende Büromaschinenhersteller wie die
Kölner "Wanderer Werke" und die "Compagnie des Machines Bull" in Paris. Mit
der Entwicklung eines frei programmierbaren Kleincomputers 1964 erschloss
sich Nixdorf den Markt für Klein- und Mittelbetriebe. Der Erfolg des Systems
820 war so groß, dass er 1967 mit dem Aufbau eines eigenen Vertriebsnetzes
begann.
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Der erste von Heinz Nixdorf entwickelte Röhrenrechner für RWE
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Aufbauend auf das gut ausgebaute Vertriebsnetz der Wanderer-Werke verkaufte Nixdorf seine Rechner
unter einem eigenen Namen. 1985 besaß Nixdorf Tochtergesellschaften in 44 Ländern und erzielte
mit 23.000 Mitarbeitern weltweit einen Umsatz von 4 Milliarden DM.
Produziert wurde an sieben Standorten in Deutschland, Irland, Spanien, USA und Singapur. Aufgrund
des 1988 einsetzenden grundlegenden Wandels in der Elektronikbranche ergab sich 1988, zwei Jahre
nach dem Tod von Heinz Nixdorf, die Notwendigkeit, nach einem geeigneten Partner zu suchen. 1990
wurde die "Nixdorf Computer AG" mit dem Bereich Daten- und Informationstechnik der "Siemens AG"
in der "Siemens Nixdorf Informationssysteme AG" zusammengefasst.
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Elektronikproduktion in Paderborn, 1968.
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