| - die Stollberg Gruppe: diese produziert Stranggiesspulver
|
|
|
| - die Affival Gruppe: produziert Fülldraht zur Stahlbehandlung und
wurde im Januar 1985 in Pittsburgh/USA gegründet. 1989 wurde die Firma durch
SKW gekauft.
|
|
| - die ESM Gruppe: diese produziert Anlagen zur Eisen- und
Stahlentschwefelung. Gründung war 1957 als "Eastern Splash Mats".
Am 12.12. 1988 wurde die Firma von SKW gekauft.
|
|
| - Jamipol (Jamshedpur Injection Powder Ltd.): produziert
in Indien Mittel zur Roheisenentschwefelung. Die Firma ist eine Joint
Venture von Tata Steel, SKW und Tai Industries aus Bhutan.
|
|
|
| - Tecpro: diese produziert für Giesereien in den USA, Mexiko und
hat ihren Sitz in Atlanta/Georgia.
|
|
|
| Eine kurze Geschichte der SKW
|
| 1894
|
Frank und Caro wollten bei Temperaturen um 1.000 GrdC Stickstoff an Calciumcarbid binden.
Bei dieser Reaktion hofften die beiden, daß Calciumcyanid ensteht. Diese Chemikalie war
zur Gewinnung von z.B. Gold aus dem goldhaltigen Erz erforderlich. Wie sich aber herausstellte,
erzeugte diese chemische Reaktion Calciumcyanamid. Das wurde später unter dem Namen
"Kalkstickstoff" bekannt - ein wichtiges Düngemittel. Bisher mußte dieses Produkt teuer
aus Chile eingeführt werden (Guano).
|
| 1899
|
Die "Degussa", "Siemens", "Deutsche Bank" und Albert Frank und Nikodem Caro gründen
die "Cyanidgesellschaft mbH" in Frankfurt. Die Patente von Frank und Caro zur
Herstellung von Cyanverbindungen sollten genutzt werden.
|
| 1901
|
Da sich die Aktivitäten der Gesellschaft auf das Düngemitttelgeschäft konzentrierten,
trat "Degussa" aus der Firma aus.
|
| 1908
|
Gründung der "Bayerischen Stickstoff-Werke" in München zur Herstellung des
Düngemittels Kalkstickstoff in Trostberg durch "Cyanidgesellschaft", "Merck",
"Anglo-Continentale Guano-Werke". Hierfür wurden an der Alz zwei
Wasserkraftwerke gebaut, die 1910 in Betrieb gesetzt wurde. Problem war die
ausreichende große Menge an Elektrizität zu bekommen.
|
| 1911
|
Die Düngemittelproduktion in Trostberg beginnt mit 30.000 t Kalkstickstoff.
|
| 1915
|
Das Reichsschatzamt beauftragt das Unternehmen zwei weitere Düngemittel-
Fabriken in Piesteritz (Mitteldeutsche Stickstoffwerke)
und Chorzow/Oberschlesien (Oberschlesische Stickstoffwerke) zu bauen. Das Produkt
ist gleichzeitig auch Grundlage für Schiesspulver und Sprengstoff. Die erzeugte
Menge stieg auf über 225.000 t jährlich.
|
| 1920
|
Das Deutsche Reich gründet die "Bayerische Kraftwerke AG" in Berlin und
übernahm die beiden Kraftwerke an der Alz. Das Werk in Piesteritz wurde in
die neu gegründete "Mitteldeutsche Stickstoffwerke AG" eingebracht und das
Werk in Chorzow in die "Oberschlesische Stickstoffwerke AG". Das Deutsche
Reich übernahm beide AGs, die Verwaltung allerdings blieb bei den
"Bayerischen Stickstoffwerken". Diese hatten praktisch nur noch das
Stickstoffwerk in Trostberg.
|
| 1923
|
Aus Rationalisierungsgründen beschloss die Reichsregierung die Gründung der
"Vereinigten Industrie-Unternehmungen AG (VIAG)". In diese AG wurden die
dem Reich gehörenden Firmen der Aluminium-, Stickstoff- und Elektroindustrie
eingebracht. Eingebracht wurden: "Mitteldeutsche Stickstoffwerke", "Oberschlesische Stickstoffwerke",
"Bayerische Kraftwerke", "Bayerische Stickstoffwerke".
|
| 1933
|
Die "Bayerischen Stickstoffwerke" und die "Mitteldeutschen Stickstoffwerke"
fusionieren.
|
| 1939
|
Die "Bayerische Kraftwerke AG" übernahm von der "Bayerischen Stickstoffwerke
AG" das Trostberger Werk und verlegte den Sitz nach Trostberg und änderte
den Namen in "Süddeutsche Kalkstickstoff-Werke AG (SKW)".
Im gleichen Jahr fusionierte die SKW mit der "Donauwerke AG für
Kalkindustrie" in Saal/Donau. Hierbei hielt die "VIAG" 70 % und die "I.G.Farben"
30 % des Kapitals.
|
| 1945
|
Die SKW wird von den Alliierten unter Treuhänderverwaltung gestellt und
bleibt unter US-Regie bis 1949. Das Stickstoffwerk in Piesteritz wurde von
den Russen enteignet und 1953 zum volkseigenen Betrieb "VEB Stickstoffwerke
Piesteritz".
|
| 1968
|
Das Betonfliessmittel "Melmet" (Melamin und Zement) wird produziert und
in den nächsten Jahren ein eigenständiger Unternehmensbereich.
|
| 1969
|
Der seit 1956 von den I.G.Farben Nachfolgeorganisationen BASF und Hoechst
zu gleichen Teilen gehaltene 30 % Anteil an der SKW ging an Hoechst über.
Danach erfolgte eine Kapitalerhöhung: Hoechst hielt dann 50 % und VIAG 50 %
an der SKW.
|
| 1974
|
SKW begann mit der Produktion von Ferrosilicium und Siliciummetall im
kanadischen Becancour. Das Werk wurde 1980 in "SKW Canada" umbenannt.
|
| 1978
|
Umbenennung in SKW Trostberg AG.
|
| 1981
|
Die "Hoechst AG" verkauft ihren 50 % Anteil an der SKW an die "VIAG".
|
| 1995
|
SKW geht an die Börse. Die "VIAG" reduziert ihren Anteil auf 50%. Nach der
Fusion von "VIAG" und "VEBA" zur E.ON AG hält diese 64%.
|
| 1999
|
Rückwirkend zum 1.1. wird die SKW mit der "VIAG Chemie Holding AG"
verschmolzen. "Th. Goldschmidt" /Essen wird in die SKW integriert.
|
| 2000
|
"VIAG" und "VEBA" fusionieren und die SKW wird mit der Chemiesparte der "VEBA" zusammengelegt.
Damit wurden die Kalkstickstoffwerke Teil von "Degussa".
|
|