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Antiquariat alte historische Aktien
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Vereinigte Stahlwerke AG
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| Etwas ausführlicher zur Geschichte |
| Gegenstand des Unternehmens war der Erwerb,der Betrieb und die Neueinrichtung von Bergwerken, Eisenhütten,
und Stahl- und Walzwerken. Nach dem Weltkrieg I hatten Stinnes und seine "Deutsch-Luxemburgische Bergwerks- und Hütten AG" und Kirdorf mit seiner "Gelsenkirchner Bergwerks AG" durch den Verlust der Saar, Lothringen und Luxemburg große Teile Ihres Vermögens verloren. Stinnes schlug deshalb Kirdorf die Gründung einer Interessengemeinschaft vor. Es entstand die "Rheinelbe-Union". Diese Union hatte 60 Schachtanlagen, produzierte 16 Millionen t Kohle, besaß 24 Hochöfen, ein Thomasstahlwerk und 16 Siemens-Martin Öfen. Um Abnehmer für die Kohle fest an die "Union" zu binden, wurde die "Siemens-Rheinelbe-Union" in Düsseldorf gegründet. Diese bestand aus der "Rheinelbe-Union", der "Siemens & Halske AG", der "Elektrizitäts AG vorm. Schuckert & Co." und deren Tochter der "Siemens-Schuckert Werke". Nach dem Zusammenschluß wurde die Aktienmehrheit des "Bochumer Vereins" erworben. Außerdem wurden 200.000 Aktien der "Österreichische Alpine Montangesellschaft" in Graz grkauft. Die Grazer Firma wurde deshalb mit einbezogen, weil hier der überschüssige Koks abgesetzt werden konnte und ein neuer Erzlieferant gewonnen war. Die Inflation verarmte nicht nur Deutschland, auch andere Länder waren betroffen. Und diese kamen mit billigen Waren auf den Markt - der deutschen Stahlerzeugung fehlte dadurch der Absatz. In dieser Situation reiften die schon früher gehegten Gedanken von Thyssen nur ein Montanunternehmen unter einer Leitung zu haben. Thyssen hatte dabei folgende Ziele: - Betriebe sollten technisch und kaufmännisch neu geordnet werden - für jede Aufgabe sollte das beste Werk gefunden werden - die Erzeugung großer Mengen sollte zur Kostenreduzierung Vorrang haben - Kostensenkung, Gewinnsteigerung. Eine am 14. Januar 1926 gegründete Studiengesellschaft sollte die Gründung vorbereiten. Das Deutsche Reich wurde eingebunden und erließ ein besonderes Gesetz zur steuerlichen Erleichterung solcher großen Zusammenschlüsse. Die Verträge wurden am 5. Mai unterzeichnet und am 7. Mai traten diese rückwirkend zum 1. April 1926 in Kraft. Dr. Albert Vöglers wurde Vorstand und Fritz Thyssen Aufsichtsratsvorsitzender der "Vereinigte Stahlwerke AG, Düsseldorf". Zu den "Vereinigte Stahlwerke" gehörten: - die "Siemens-Rheinelbe-Union" (Grundkapital 316 Mill RM) - die "Thyssen-Gruppe" (Grundkapital 208 Mill RM) - die "Phönix-Gruppe (Grundkapital 208 Mill RM) - Rheinstahl (Grundkapital 68 Mill RM). Nicht übernommen wurden die Elektrogesellschaften der "Siemens-Rheinelbe-Union", da Stromerzeugung im Stahlverbund nicht das zu verkaufende Produkt darstellte. Insgesamt wurden 250.000 Mitarbeiter beschäftigt. Nur die "United States Steel" war größer. In vielen Dissertationen wurde untersucht, ob die "Vereinigte Stahlwerke" ein Trust, also ein Monopolunternehmen war. Die "Vereinigte Stahlwerke" betritt dies natürlich. Trotz dieser Mega-Fusion bleiben einige Unternehmen der Gründer selbstständig. Auch Krupp trat den "Vereinigte Stahlwerke " nicht bei. Auch Thyssen brachte einige der noch nicht erschlossenen Bodenschätze am Rheinbogen sowie die Gas- und Wasserwerke nicht in die neue Gesellschaft ein, sondern behielt diese in Familienbesitz. Ab 1933 drängte Friedrich Flick auf Reprivatisierung. Die "Vereinigte Stahlwerke " schuf 22 rechtliche selbstständige Betriebsgesellschaften, und nahm nur die Verwaltung, Finanzen und Einkauf zentral vor. Nach dem Weltkrieg II erfolgte eine Entflechtung in viele kleine Firmen. |
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